Mitten im Mittelmeer, südlich von Sizilien, liegt ein wahres Juwel: Malta. Die Insel steckt voller Geschichte, traumhaften Buchten und mediterraner Atmosphäre. Hier warten über 300 Sonnentage im Jahr, türkisblaues Wasser und eine bewegte Vergangenheit.
Sonne hab ich tatsächlich reichlich gefunden. Nur mit den Temperaturen im April hätte ich mir ein klein wenig mehr „Sommerfeeling“ gewünscht. Aber wie das halt so ist zu dieser Jahreszeit: Die einen liegen im Bikini am Strand, die anderen schlendern in der Winterjacke durch die Gassen. Zu welcher Sorte ich gehöre? Das bleibt mein kleines Reisegeheimnis. Hauptsache ich bin am Meer – dann bin ich so oder so happy!

Kein einziger Fluss oder See! – Malta hat keine natürlichen Gewässer, das Trinkwasser kommt aus Entsalzungsanlagen oder wird importiert.
Kleiner als Zürich, aber doppelt so voll! – Mit über 500.000 Einwohnern auf nur 316 km² ist Malta dichter besiedelt als Zürich oder Genf.
Sliema
Für meinen Aufenthalt auf Malta hab ich mir Sliema als Homebase ausgesucht und das war ein echter Volltreffer! Die Stadt liegt direkt an der Küste und punktet mit einer perfekten Mischung aus urbanem Flair und Urlaubsgefühl.
Mein Hotel, das Barceló, ist eine glasklare Empfehlung. Der Blick vom Balkon auf die gegenüberliegende Silhouette von Valletta – der maltesischen Hauptstadt – ist einfach magisch. Ob bei Sonnenschein, goldenem Abendlicht oder wenn nachts die Lichter flackern – dieser Ausblick hat Gänsehautpotenzial.
Sliema ist ein echter Allrounder. Die lange Promenade lädt zum Bummeln, Apéro trinken und Leute beobachten ein – perfekt, um das mediterrane Lebensgefühl in vollen Zügen zu geniessen. Hungrig wird man hier auch nicht lange bleiben: Die Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars ist riesig – von gemütlich bis fancy gibt es alles was das Herz begehrt. Mein Favorit war das „Punto“, modern und entspannt mit tollem Food und Blick aufs Wasser.




Valletta
Mit der Fähre von Sliema aus ist man ruckzuck in Valletta, der kleinsten Hauptstadt Europas. Bei meinem Aufenthalt auf Malta fuhr die Fähre nur leider an einigen Tagen nicht, als Grund wurde „Seegang“ im Hafen angegeben. Die Alternative zur Fähre ist der öffentliche Bus oder man bestellt – wie ich es getan habe – für ein paar Euro ein Fahrzeug von Uber oder Bolt.
Mich haben in Valletta besonders die typischen farbigen Holzbalkone begeistert. Die hängen wie kleine Schmuckkästchen an den Fassaden und verleihen der Stadt diesen unverwechselbaren Look.
In der Hauptstrasse (Republic Street) tobt das Leben: Menschen flanieren, shoppen, essen Gelato oder sitzen in Cafés. Wenn dir das zu wuselig wird – kein Problem. Einfach links oder rechts in eine der vielen schmalen Gassen abbiegen, und schon wird’s ruhiger. Dort entdeckt man jede Menge hübsche Ecken abseits der Touri-Trampelpfade.





Marsaxlokk
Schon beim Ankommen begrüssten mich die berühmten bunten Luzzus, die traditionellen maltesischen Fischerboote mit ihren aufgemalten Augen am Bug – angeblich sollen sie böse Geister fernhalten. Sie vertreiben auf jeden Fall durch ihren Anblick jede schlechte Laune!
Hier lässt es sich herrlich schlendern oder einfach sitzen, schauen und den Duft von frischem Fisch und salziger Meeresluft geniessen. Wer Lust auf eine Portion fangfrischen Fisch hat, ist in Marsaxlokk goldrichtig.



Promenade Sliema – St. Julian’s
Es gibt Wege, die sollte man nicht einfach „gehen“, sondern geniessen – und genau so einer ist die Promenade zwischen Sliema und St. Julian’s. Für mich war dieser Spaziergang ein echtes Highlight auf Malta!
Die Route schlängelt sich direkt an der Küste entlang, mit immer wieder neuen Ausblicken auf das glasklare, türkis schimmernde Meer. Immer wieder bleibe ich stehen, einfach nur um zu schauen, zu atmen, zu geniessen. Unterwegs reihen sich Cafés, Parks und Bars aneinander – perfekt für eine Pause mit Meerblick.




Mdina
Auf dem Papier klang alles traumhaft: Mdina, die „stille Stadt“, ein Ort wie aus dem Mittelalter – majestätisch auf einem Hügel gelegen, mit verwinkelten Gassen, alten Palästen und einem Hauch von Magie. In echt war’s dann eher ein Massenauflauf mit Reisegruppen im Rudel, ich bin rasch wieder abgetaucht.




Golden Bay
Ein goldgelber Strand, umrahmt von Felsen, türkisfarbenes Wasser, das in der Sonne glitzert, und eine Aussicht wie aus einem Reisekatalog, nur viel schöner, weil echt.
Der Spaziergang entlang der Klippen in die nächste Bucht war das Tüpfelchen auf dem i: Wind in den Haaren, das Meer zu Füssen, und mit jeder Kurve ein neuer Blick, der schöner war als der vorherige. Für mich war die Golden Bay einer der wunderbarsten Orte auf Malta. Im Sommer geht hier dann wohl die Post ab.



Hop-On-Hop-Off
Eine super Möglichkeit, Malta ohne Mietwagen zu erkunden, sind die Hop-On-Hop-Off-Busse. Die Busse bieten zwei Routen – eine Nordroute und eine Südroute – und sind eine gute Lösung, um schnell und bequem zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel zu gelangen. Bei mir hat alles reibungslos funktioniert: Die Busse kamen immer pünktlich und hatten ausreichend Platz. Gemäss den Bewertungen ist dies allerdings wohl nicht immer der Fall.

Meine Zeit auf Malta war kurz, aber intensiv – voller Eindrücke, Farben und Meerluft. Von den bunten Balkonen in Valletta über die Fischerboote in Marsaxlokk bis hin zur goldenen Ruhe an der Golden Bay – Malta hat mich berührt. Manche Orte waren voller Menschen, andere voller Magie – und genau diese Mischung macht die Insel so spannend.

