Achensee – eine kleine Auszeit für die Seele

Achensee - Maurach

Manchmal braucht es nicht mehr als einen türkisblauen See, ein paar sanfte Berggipfel am Horizont und die Freiheit, einfach mal nichts zu müssen. Genau danach habe ich mich gesehnt – und bin in den Zug gestiegen, Richtung Tirol. Der Achensee, liebevoll auch „Tirols Meer“ genannt, liegt eingebettet zwischen Karwendel und Rofan und schimmert so verlockend, dass man am liebsten den ganzen Tag am Ufer sitzen und träumen möchte.

Achensee in Maurach

  • Der Achensee ist Tirols grösster See – über 9 Kilometer lang, tiefblau bis türkisgrün
  • Natur pur: Uferwege, Badeplätze, Berge im Hintergrund – und immer wieder stille Ecken, fernab vom Trubel.
  • Hoch hinaus mit der Rofan- oder Karwendelbahn – für einen Panoramablick, der Herz und Kamera erfreut.

Anreise – ganz entspannt mit dem Zug

Die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr könnte kaum bequemer sein: Von Zürich nach Jenbach in rund vier Stunden – ganz ohne Umsteigen. Dort wartet bereits der Regiobus, der uns mit einem sanften Schwung an den Achensee bringt. Übrigens: Die Busfahrt ist mit der Gästekarte kostenlos – ein schönes Extra.

Karte vom Achensee und Umgebung

Willkommen in Maurach – mein Ruhepol

Als Übernachtungsort habe ich mich für Maurach entschieden. Ruhig, übersichtlich, mit einer Handvoll Restaurants, hübschen Läden und Dorfcharakter. Vom Zentrum sind es nur ein paar Minuten zu Fuss bis zum Seeufer – ein kurzer Spaziergang, der immer wieder mit Blicken aufs Wasser belohnt.

Ein klitzekleiner Wunsch blieb offen: Ein Café oder Bistro direkt am Wasser – für den Aperitif mit Wellenblick oder ein letztes Gläschen im Abendlicht. Aber man kann halt nicht alles haben.

Blumen Dekoration in Maurach
Mand und Weibl - WC Schild

Ganz anders wirkt Pertisau – touristisch bestens erschlossen, mit vielen Hotels und einem lebhafteren Seeflair. Aber auch dort: glitzerndes Wasser, imposante Bergkulisse, und jede Menge Platz zum Staunen.

Seeufer Pertisau
Pertisau vom Wasser aus

Wenn der See glitzert und die Berge rufen

Es sind heisse Sommertage und der Achensee ist ein wahrer Segen zur Abkühlung. Ob ein Sprung ins Wasser oder einfach nur ein schattiges Plätzchen – das Seeufer ist fast überall zugänglich und liebevoll gestaltet.

Liegestuhl am See in Maurach
Liegestuhl am Achensee

Rofan trifft Karwendel – zwei Berge, zwei Blickwinkel, doppelt schön

Mein Highlight war der Rofan. Die Bergstation liegt auf knapp 2000 Metern über Meer – und dort oben erwartet dich ein echtes alpines Postkartenpanorama. Wanderwege schlängeln sich durch die Landschaft, die Aussicht reicht weit über den Achensee, und jede Hütte wirkt wie eine Einladung zum Verweilen.

Panoramablick vom Rofan auf den See
Wandermarkierung Rofan

Nicht weniger eindrucksvoll war der Besuch auf dem Karwendel. Auch hier bringt dich die Seilbahn bequem nach oben. Besonders toll fand ich es, den Gleitschirmfliegern beim Start zuzuschauen – dieser Moment, wenn sie mit einem beherzten Schritt abheben und scheinbar schwerelos über den See gleiten, hat etwas Magisches. Und weil Staunen hungrig macht, gab’s für uns auf der Sonnenterrasse der Hütte einen herzhaften Jausenteller und ein gut gekühltes Radler. Besser geht’s kaum: Tiroler Speck im Mund, Sonne im Gesicht und im Blick der tiefblaue See.

Seilbahn Karwendel
Gleitschirmflieger am Karwendel

Leinen los – Schifffahrt auf dem Achensee

Auch aufs Wasser kommt man wunderbar – und zwar mit einem Ausflugsschiff! Mit der Hop-on-Hop-off-Tageskarte lässt sich der See ganz entspannt erkunden. Mehrere Haltestellen verbinden die Orte, man sieht den See nochmal aus einer ganz anderen Perspektive.

Schiff Achensee
Seeufer Achensee

Manchmal braucht es wirklich nur glitzerndes Wasser, ein bisschen Bergluft und einen Teller Käsespätzle – und schon tanzt meine Seele.

Sonnenuntergang in Maurach am Achensee