Genua, meine Osterflucht

Genua Collage KI generiert

Die Sehnsucht nach dem Meer treibt mich an Ostern nach Genua. Mit dem Zug ein Katzensprung und doch fühlt es sich sofort nach Dolce Vita an. Ich tauche ein in die Caruggi, folge ganz nebenbei den Spuren von Kolumbus, bleibe hier und da hängen und irgendwie lande ich immer wieder am Wasser.


Und irgendwo zwischen all dem entstehen diese kleinen Momente, die bleiben:

Der Porto Antico ist mein Wohlfühlort in Genua. Zwischen Spazieren, Essen und Leute beobachten fühlt sich alles ein bisschen nach weiter Welt an.

Mit dem Bigo Lift über den Hafen schweben für einen wunderschönen Blick auf Genua.

Wenn das Licht weicher wird und die Boote im Hafen schaukeln, dann ist genau der richtige Moment für einen Apérol Spritz und ein Stück Focaccia.

Der Palazzo San Giorgio ist eines von vielen prächtigen Häusern, die einen Teil vom Charme der Stadt ausmachen.

Nicht alles glänzt im Hafen. Zwischen den schicken Yachten der Schönen und Reichen gefällt mir genau das fast noch besser: Fischerboote und ein bisschen Chaos drum herum.

Ein Tisch draussen am Wasser, etwas Leckeres auf dem Teller und zum Dessert wird der Sonnenuntergang zusammen mit dem Tiramisu serviert, genau so habe ich mir das vorgestellt.

Cappuccino und Cornetto alla crema, das ist mein Inbegriff von Italien, dafür ist im Bauch immer Platz.

Trofie al pesto, diese kleinen gedrehten Pasta mit frischem Pesto gehören in Genua einfach dazu. Aus einem Teller Teigwaren wird ein Genussmoment.

Streetart am Brückenpfeiler. Hübsch und gleichzeitig aber auch eine stille Erinnerung, dass Genua schwere Momente kennt (Einsturz der Morandi-Brücke 2018).

Die Kathedrale von Genua. Der schwarz-weisse Zebra-Look hat mich begeistert. Trotz der Kreuzfahrtschiffe sieht man in der Stadt kaum grosse Touristengruppen – wo sind die Leute eigentlich alle?

Die Caruggi, die engen Gassen von Genua sind dunkel, manchmal leicht unheimlich und haben diesen ganz eigenen, etwas moderigen Duft.

Eine Treppe, ein Tor, stellvertretend für all die kleinen Schätze, die sich zeigen, wenn man einfach mal losläuft.

Mitten in den Gassen taucht plötzlich Kunst auf, wie hier neben einem kleinen Lebensmittelladen.

Genua ist alles andere als flach. Doch überall bringen Lifte und Funicolari einen nach oben. Und irgendwann lande ich auf dem Righi und muss schmunzeln: ein bisschen wie meine Rigi zuhause.

Von oben wirkt Genua wie ein einziges Häusermeer, das langsam ins Wasser fliesst.

Die Passeggiata Anita Garibaldi ist mein Meer-Moment in Genua. Ein Spaziergang am Wasser und zwischendurch ein kleines Päuschen mit einem Tomaten-Mozzarella-Sandwich.

Nervi, ein Vorort von Genua, ist super easy mit dem Zug erreichbar und fühlt sich doch gleich ganz anders an.

Genua ist die Heimat von Christoph Kolumbus und irgendwie passt dieser Seefahrer und Entdecker perfekt hierher.

Zwischen den engen Gassen öffnen sich immer wieder kleine Plätze. Ein paar Tische draussen, Putz, der sich von den Wänden löst, und ganz viel Leben.

Der Blick aus meinem Hotelzimmer: Häusermeer, Hafen und Wäscheleine. Genau so werde ich Genua in Erinnerung behalten.

Genua hat ein eher raues Image. Hafenstadt, ein bisschen schmuddelig, nichts für den schnellen Wow-Effekt. Und genau deshalb hat es mich so überrascht. Die Stadt fühlt sich unglaublich echt an. Die grossen Sehenswürdigkeiten fehlen, dafür gibt es bröckelnden Putz, Wäsche über den Gassen und ganz viel echtes Italien.


👉 Direktzug Zürich–Genua

Ohne Umsteigen ans Meer. Für alle, die lieber reisen als im (Oster-)Stau stehen.