Split – Dolce Vita auf Kroatisch

mi KI generiertes Titelbild. Eine Frau sitzt neben einer Statue und schaut über den Fischerhafen auf die Häuser von Split

Dobar Dan! Split ist eine Stadt voller Palmen, alter Steinmauern, türkisblauem Meer und einem Feriengefühl, bei dem man plötzlich alles etwas langsamer angeht. Noch ein Kaffee. Noch ein Spaziergang am Wasser. Noch ein Glas Wein mit Aussicht.

Kaum in Split angekommen, zwinkert mir diese kleine Sonne von einer Mauer aus zu. Irgendwie ein gutes Omen für alles, was diese Reise noch bereithalten wird.

Altstadt zwischen Steinmauern und Meerblick

Split ist die zweitgrösste Stadt Kroatiens und trotzdem fühlt sich vieles überraschend entspannt an. Zwischen Altstadt, Palmenpromenade und kleinen Buchten liegt das Meer eigentlich immer irgendwo um die Ecke.

Besonders schön sieht man das vom Marjan Hügel aus. Nach ein paar Treppen und etwas Schnaufen wartet oben dieser Blick über rote Dächer, den Hafen, die Palmenpromenade und die Berge im Hintergrund. Einer dieser Momente, bei denen man einfach kurz stehen bleibt und nur noch «wow» denkt.

Matejuška, der alte Fischerhafen von Split. Heute schaukeln hier kleine Boote im Wasser, während rundherum Palmen, Cafés und die Altstadt für echtes Adriaküsten Flair sorgen.

„Dafür kommen die meisten nach Split: verwinkelte Gassen, Jahrtausende alte Mauern und das Gefühl, mitten durch ein riesiges Freilichtmuseum zu spazieren.

Rund um den Diokletianpalast schieben sich die Touristengruppen durch die engen Durchgänge, irgendwo spielt Musik und hinter jeder Ecke wartet schon das nächste alte Gemäuer.

Firule fühlt sich nach Ferien an

Ich wohne im Stadtteil Firule im Marvie Hotel, etwas ausserhalb vom Zentrum, die Altstadt ist jedoch locker zu Fuss erreichbar. Die Nachbarschaft gefällt mir richtig gut und fühlt sich herrlich lokal an. Im Quartiercafé verbirgt sich eine nette Cocktailkarte hinter dem QR-Code, serviert wird dann trotzdem nur Bier. Und als ich nach dem Essen im kleinen Ćevapčići Lokal zwei Espresso bestelle, versteht der Kellner irgendetwas anderes und stellt uns zwei Stück Kuchen hin.

Zwischen Hotel und Altstadt reiht sich eine kleine Bucht an die nächste. Es gibt ständig etwas zu beobachten. Menschen joggen vorbei oder springen ins noch kühle Meer. Familien lassen ihre Kinder am Strand toben, irgendwo trifft man sich auf einen Kaffee und ein paar Meter weiter sitzen Männer beim Schachspielen.

Der Abendspaziergang zum kleinen Hafen wird zum Ritual und irgendwie wird das Zentrum von Split zum Nebenschauplatz. Eigentlich hatte ich eine klassische Städtereise erwartet. Bekommen habe ich Ferien am Meer.

Ein Abend am Žnjan Beach

Unser Abend am Žnjan Beach wird zu einem kleinen Highlight. Vom Hotel spazieren wir gemütlich der Küste entlang bis zur modernen Promenade, gönnen uns ein leckeres Essen im GAL, mit Blick aufs glasklare Meer und geniessen einen richtig schönen Abend am Wasser.

Ein bisschen verliebt in Supetar (Ausflug auf die Insel Brač)

Kurz nach der Abfahrt in Split wundern wir uns plötzlich. Die Fähre dreht ab und nimmt wieder Kurs Richtung Hafen. War es das jetzt schon mit unserem Ausflug nach Brač?Zum Glück nicht. Offenbar hatte ein Passagier ein medizinisches Problem und wurde zurück im Hafen direkt in einen Krankenwagen verladen. Während wir alle etwas neugierig vom Deck aus zuschauen, winkt der Patient in die Runde. Kein Drama offenbar und kurze Zeit später tuckern wir endgültig Richtung Supetar davon.

Kaum legt die Fähre in Supetar an, ist dieses typische Inselgefühl da. Alles wirkt noch ein bisschen entspannter, noch ein bisschen sonniger und vor allem einfach hübsch. Supetar ist diese Art Ort, bei der ich beim Ankommen schon denke: Ups… hier möchte ich bleiben.

Kaštela – von Dorf zu Dorf spazieren

Kaštela besteht aus sieben kleinen Orten, die wie an einer Perlenkette entlang der Küste aufgereiht sind. Man läuft einfach von Dorf zu Dorf, vorbei an kleinen Häfen, Palmen, Cafés und alten Festungen. Und irgendwie ist jedes der Kaštel Dörfer nochmals ein kleines bisschen hübscher als das vorherige. Genau mein Ding und heute mit wahnsinnig viel Wetterglück. Die dunklen Wolken hingen ziemlich bedrohlich über dem Landesinnern.

Natürlich gehört auch ein Kaffeestopp dazu. In einem kleinen Restaurant sitzen fast ausschliesslich Männer beim Espresso, diskutieren lautstark und rauchen eine Zigarette nach der anderen. Eine kleine Räucherhöhle also, wie man sie in Kroatien leider doch noch öfter antrifft. Doch der Kaffee (auf der Terrasse) ist gut und die Tassen zaubern uns ein Grinsen ins Gesicht

Ein letzter kleiner Split Moment

Zum Schluss wartet Split nochmals mit einem kleinen Zufallsfund auf mich. Dieses riesige Graffiti erspähe ich nur ganz kurz aus dem Uber auf der Rückfahrt von Kaštela. Standort gemerkt, später nochmals losgelaufen und insgesamt eine gute Stunde Weg dafür in Kauf genommen. Aber genau solche Momente bleiben hängen.

Split lässt uns nicht gehen

Und beim Abschied wollte uns Split offenbar noch nicht ganz ziehen lassen. Kurz vor dem Abflug blockiert eine Maschine von Croatia Airlines, die Startschwierigkeiten hatte, die einzige Piste und sorgt für Chaos auf dem Flughafen.

Mit 2 Stunden Verspätung heben wir dann doch noch ab und während Split langsam unter den Wolken verschwindet, bleibt vor allem dieses Gefühl hängen: Diese Reise war viel mehr als nur ein klassischer Städtetrip.

„Hvala od srca“ ❤️